VHS Covergestaltung und Herstellung von Evil Dead FSK 16 Edition

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In Anlehnung an die alten Hollywood – Hits – Auflagen und Fassungen von Columbia Tri-Star, bastelte ich mir jüngst eine eigene zensierte Fassung des Remakes von Tanz der Teufel. Den meisten wird das sicherlich nicht in den Kopf gehen, aber als Freund der Hommage war es mir ein Bedürfnis diese Fassung selbst im Adobe Premiere Schnittprogramm zu erstellen. Ob man es glaubt oder nicht, aber mir hat es immensen Spaß gemacht aus der unzensierten Version eine, für meine Begriffe, zensierte pseudo FSK 16 Fassung zu schneiden. Vor allem war es für mich als Filmemacher sehr interessant dabei in den Schnitt eines anderen Cutters einzugreifen. Man kann tatsächlich dabei einiges lernen. Zum Beispiel Szenen so zu schneiden, dass der Sinn nicht verloren geht und eventuell begreifen, weshalb der ein oder andere Umschnitt wichtig ist. Genauso ist es auch interessant zu erkennen was eventuell durch das auslassen von bestimmten Szenen im Kopf passieren kann. Wenn man also noch mehr über Filme und diese hinaus etwas lernen möchte, ob beruflich oder einfach nur für sich zum Spaß, der kann selbst solche Sachen ausprobieren. Somit kann wesentlich mehr mit Filmen gemacht werden, als sie einfach nur ins Regal zu stellen.

26.09.16

Hier gibt es noch mehr vom Glotzgutachter:

4 Antworten zu “VHS Covergestaltung und Herstellung von Evil Dead FSK 16 Edition”

  1. Andree sagt:

    Hallo Jan !

    Es freut mich dass dir meine Geschichte gefallen hat. Meine allererste originale VHS war „He-Man and Masters of the Universe“ von der Firma Ocean (große schwarze Einlegerbox) mit dem Titel „Der Zeitkorridor. Damit fing alles an, meine Liebe zu den Masters und den VHS Kassetten. Meine zweite VHS war ebenfalls eine He-Man VHS, aus der Videothek, mit drei Folgen drauf und die dritte originale VHS war „Godzilla – Die Rückkehr des Monsters“ von Marketing Film in der kleinen blauen Box. Nicht nur das Cover war blau, wie bei Marketing üblich, sondern auch die Box.

    Da Originale Kassetten zu der Zeit, selbst gebraucht aus der Videothek, noch sehr teuer waren bekam ich höchsten 3-4 VHS pro Jahr zusammen. Deswegen entstand dann mein Basteldrang. Obwohl sie durch meine Kreativität nicht an originale VHS ranreichten sah mein nun stetig wachsendes Videoregal bedeutend schöner aus als nur mit den Papphüllen der Leerkassetten.

    Gelegentlich gab es auch in Videozeitschriften DinA4 große Filmcover zu neuen Filmen. Die habe ich rausgenommen und quer in die Einlegerboxen gesteckt. Das bild konnte man zwar nur ganz sehen wenn man die Box aufgeklappt hat aber es war trotzdem schön bunt.

    Aufgenommen habe ich zu der Zeit viele Monsterfilme, Zeichentrickserien und Star Trek.

    Mein erstes selbstgebasteltes Cover war für die TV-Aufnahme von Poltergeist III. Ich hatte ca. 10 Bilder die ich wie in einer collage zusammengestellt habe. Da ich aus ner Videozeitschrift wusste wie das Frontcover aussah habe ich sogar versucht ein, mehr oder weniger gutes, Hochhaus zu malen mit blitzen und einer Wolke. Denn ein Bild von dem Mädchen hatte ich aus ner TV Zeitschrift ausgeschnitten. Damals hatte ich auch so ein Lineal mit ausgestanzten Buchstaben die man nachzeichnen konnte. Das hat es mir ermöglicht eine schöne und grade Schrift hinzubekommen. Anschließend habe ich dann alles mit Bunt- oder Filzstift aus oder nachgemalt. Crazy oder ?
    Ich habe meiner Kunstlehrerin die zugleich auch meine Klassenlehrerin war das Poltergeistcover gezeigt. Das hätte ich lieber lassen sollen. Denn obwohl sie es handwerklich sehr gut gemacht fand fragte sie mich ob ich solche Filme denn auch zuhause sehen dürfte und zitierte meine Eltern daraufhin zu einem Gespräch in die Schule. Es waren ja immerhin noch 5 Jahre bis ich den Film hätte sehen dürfen.
    Nach dem Elterngespräch durfte ich aber weitermachen wie bisher und meine Lehrerin verlor nie wieder ein Wort darüber. Bei dem Gespräch hätte ich gerne gelauscht.

    So ich hoffe meine Geschichte klingt nicht zu sehr an den Haarwn herbeigezogen denn es ist jedes einzelne Wort davon wahr. Man könnte sich sowas vielleicht ausdenken aber ich habe es erlebt. Was mir beim schreiben alles wieder eingefallen ist … Wahnsinn.

    • Jan sagt:

      Ach schön, da hast du ja so wie ich schon von frühster Kindheit deiner Filmleidenschaft nachgegeben. Sich eigenen cover zu basteln und dafür alle möglichen Zeitungen zu nutzen war bei mir ebenfalls von grosser Bedeutung, als Stöpsel hatte man ja nichts weiter. Ich habe mal vor einigen Jahren ein kleines Porträit im Rahmen meines Studiums gedreht, falls es dich interessiert kannst du hier mal rein schnuppern: https://www.youtube.com/watch?v=xfH2hRKlXuc&t=153s

  2. Andree sagt:

    Sehr schöne Idee ! Das erinnert mich an meine Kinder/Teenager Zeit. Da ich schon in frühester Jugend ein Fan von Originalvideos war diese für mich aber nicht erschwinglich waren, nur selten hier und da mal ein Kassettchen oder als Geschenk, fing ich früh damit an mir aus diversen Bildern aus TV Zeitschriften meine eigenen Videocover für TV Aufnahmen zu basteln. Ich hatte zwar mit 12 schon eine beachtliche Sammlung von 40 Videos aber 3/4 waren TV-Aufnahmen. Zuerst die Bilder nur auf die Papphüllen geklebt wünschte ich mir gelegentlich mal nen Stapel Einleger-Videoboxen (gabs damals im 10er Pack für 10 DM) und begann dann die Bilder auf Papier zu kleben und sogar mit Bunt- oder Filzstiften die Titel zu gestalten. Vielleicht hätte ich Grafikdesigner anstatt Gärtner werden sollen, aber das ist eine andere Geschichte.
    Ich habe auch viele Serien aufgenommen. Meine Eltern hatten nix dagegen, sie hatten keine Angst vor dem schlimmen „viereckige Augen-Syndrom“ da ich draußen genug „frische Luft“ zu mir nahm und auch Freunde hatte.
    Naja ich hab geschnibbelt, geklebt und gemalt bis ich mir dann öfters mal auch günstige Originalvideos für nen 10ner leisten konnte.

    So das war die Kurzform meiner Geschichte. Ich wollte es nicht zu einer Lebensgeschichte auswalzen obwohl da noch mehr in die Story reinspielen könnte.

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